Damals... 1933
Eine der jüngsten - und es sei gleich dabei gesagt -, eine der besten Rassen,
die von der offiziellen Kynologie anerkannt wurde, ist der Riesenschnauzer,
bei uns auch oft noch mit seinem früher gebräuchlichen Namen "Russischer Schnauzer"
genannt, obgleich er mit Rußland nicht das geringste zu tun hat; denn er ist ein
Münchner Kind. Dort war er schon vor etwa 30 Jahren als typische Hundeerscheinung im
Straßenbild der bierfreudigen Isarstadt zu sehen und wurde zahlreich und mit besonderer
Vorliebe vom Mittelstand, Geschäftsleuten, -Kleinbürgern, Handwerkern, als Haus-,
Begleit- und Wachhund gehalten. Er galt hier als bodenständige einheimische Rasse und
führte den Namen "Münchner Schnauzer". In seiner äußeren Erscheinung war er einfach die
bedeutende Vergrößerung des bekannten Schnauzers oder rauhhaarigen Pinschers. Ohne
Zweifel ist er auch aus diesem hervorgegangen und durch verschiedene Einkreuzungen
anderer Rassen, unter welchen sich auch der Schäferhund befinden dürfte - an welchen
besonders seine Kopfform erinnert -, zu seiner den gewöhnlichen Schnauzer weit überragenden
Größe gekommen. Trotz dieser Einkreuzungen ist aber auch in seiner heutigen Form der reine
Schnauzertyp unverfälscht erhalten geblieben, so daß der Name Riesenschnauzer zugleich auch
die treffendste Bezeichnung für ihn ist. Alle Rassenmerkmale sind ihm auch eigentümlich.
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